Die Währung für Bücher – Ein Besuch beim Schweizer Bücherbon

by Manuela Hofstätter on 23. April 2018

2001 wurde die Rechtsform des Schweizer Bücherbons in eine Genossenschaft umgewandelt, zuvor war der Bücherbon 1970 vom SBVV zum Leben erweckt worden. Die Buchhandelsverbände der Romandie und des Tessins wurden auch Genossenschafter und so kann die Währung für das Buch flächendeckend an über 500 Standorten in der Schweiz bezogen wie auch eingelöst werden.

Tatsächlich zeigt der Besuch in Stans auf eindrücklichste Weise, dass der Schweizer Bücherbon tatsächlich fast genau gleich gehandhabt wird wie eine Geldnote. Jeder Schweizer Bücherbon hat eine eigene Nummer wie auch weitere Sicherheitsmerkmale, welche ihn zur sicheren Währung machen. Gelagert wird die Bücherwährung in einem Safe, versendet werden die Bons natürlich per Einschreiben.

Jeder Bon, der nach seinem Verkauf bis hin zu seiner Einlösung und schliesslich seiner Rücksendung in Stans wieder eintrifft, ist erfasst und wird nun gelöscht, wonach er geschreddert wird.

Hier stehen Präzisionsmaschinen, für den Druck wie auch die Erfassung der Bons, jeder Bon wird quasi “fotografiert”. Die “alten” Bons haben viel erlebt, wurden zum Teil gefaltet, gerollt, zerknüllt aber die Geräte können doch die meisten Bons einlesen, nur wenige “Patienten” müssen von Hand eingegeben und identifiziert werden.


 

 

Der Besuch beim Schweizer Bücherbon ist kurzweilig, wir staunen, wie viel Arbeit hier von einem kleinen Team von drei Personen erledigt wird, ruhig, exakt und mit viel Herzblut.

Der Schweizer Bücherbon geht neue Wege, er wird von seinem Auftritt her noch moderner, er ist und bleibt eine starke, kluge und immer heiss begehrte Geschenkidee. Denn wer einen Schweizer Bücherbon geschenkt bekommt, der wird in eine Buchhandlung gehen, neue Welten entdecken und sich Zeit nehmen für Literatur, ein neues Leseerlebnis und Zeilen voller Intensität. Lesen bereichert und das Buch ist ein edles Geschenk.

Neu ist der Schweizer Bücherbon auch Sponsor für die neue Kampagne “Das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels“, dessen erster Siegertitel heute am Welttag des Buches bekannt gegeben worden ist. Das Buch von Arno Camenisch “Der letzte Schnee” (Verlag Engeler) erhält die Ehre, zum ersten Lieblingsbuch gekürt worden zu sein.

Wer nun also heute am Welttag des Buches noch einen guten Buchtipp braucht oder ein Geschenk, der hätte somit ein aktuelles Highlight. Aber alle vier anderen nominierten Lieblingsbuchtitel sind genauso lesenswert und viele weitere heisse Lesetipps warten in den Lieblingsbuchhandlungen der Schweiz, an den schönsten Plätzen überhaupt, bei den Buchhändlerinnen und Buchhändlern. Keine Geschenkidee oder Angst, einer belesenen Person das falsche Buch zu schenken? Voilà: Man schenke den Schweizer Bücherbon, die sichere Währung fürs Buch!

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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