Von der Magie des Augenblicks

by Manuela Hofstätter on 21. Februar 2013

liebeunterfischenIch bin nun nicht gerade oft unterwegs auf dem Schweizer Schienennetz, doch heute führte mich meine Lesefiebershow nach Luzern, ich durfte in der Tertianum Altersresidenz agieren und hatte davor doch grossen Respekt. Es war ein wunderbarer Nachmittag, mein Motto heute: “Glück”, bescherte frohe Gesichter und hielt auch bei mir Einzug, denn ich erwischte genau den Bus, der dann auch auf die Minute genau fast meinen Zuganschluss erreichbar machte und müde und glücklich suchte ich mir einen Sitzplatz im Zug. Im Unterdeck waren die Plätze gut belegt, und diejenigen, welche frei waren, waren wie immer besetzt mit Gepäck der Sitzenden, ich hatte gerade keine Lust nach einem Platz zu bitten und stieg ins Oberdeck, gegenüber einer sympathischen Frau, setzte ich mich dann hin, voller Freude mein neues Buch endlich anlesen zu können. Gewiss war meine Platzwahl auch daher gut gewählt, denn nichts Schlimmeres gibt es, als wenn man endlich lesen will und dann einer Quasselstrippe gegenübersitzt, und mein Gegenüber legte sich gerade ihr Buch zurecht… Als ich sah, welches Buch die Frau nun zur Hand nahm, da konnte ich nicht anders, ich musste sie einfach ansprechen und so sagte ich genau, was ich dachte, nähmlich: “Das gibts ja gar nicht!” Sie hob fragend ihre Augenbrauen und musste auch staunen und lachen, da lag zweimal dasselbe Buch. Nun, es war jetzt logischerweise unmöglich, einfach loszulesen, wir wechselten ein paar Worte und bald darauf auch unsere Visitenkarten, das heisst, ich bekam von Claudia ihren Flyer von ihrer Geschäftseröffnung in Bern. Es war ein bereicherndes Gespräch und die Situation absolut lustig, ich bot ihr noch von meinen selbst gebackenen Berner Brätzeli an und dann lasen wir tatsächlich! Claudia hatte schon ein paar Seiten gelesen, ich noch nicht und so war ich umso gespannter auf das Buch, denn sie fand den Anfang richtig gut. So lasen da also zwei Frauen am gleichen Roman und lachten abwechslungsweise vor sich hin. Ich meinerseits lachte, weil das Buch wirklich herrlich ist und aber auch, weil ich diese Situation, diesen lustigen Zufall einfach so grandios und lustig finde. Der Zufall ging noch weiter, setzte noch einen drauf, die Billettkontrolle nahte und ich zückte mein iPhone um das Onlineticket aufzuschalten, ich fühle mich dabei immer ein bisschen exotisch und bemerke oft die neugierigen Blicke der Anderen, heute war dem nicht so, Claudia tat es mit genau gleich. “Langsam wird mir das unheimlich”, dieser Satz rutschte mir raus und wir lachten gleich wieder. In Bern verabschiedeten wir uns, ich bin mir sicher, wir laufen uns wieder über den Weg, das ist die Magie des Lebens, das ist das Glück des Augenblickes, welche uns manchmal so reich beschenken. Ich freue mich darauf, den Roman zu Ende zu lesen. Immer wird mir die Begegnung mit Claudia dabei durch den Kopf gehen und ich freue mich natürlich sehr, wenn sie vielleicht diese Zeilen mal liest auf meinem Blog, oder mir gar berichten wird, wie ihr der Roman gefallen hat. Für ihre Praxis in Bern wünsche ich Claudia viele Kunden, ich habe in der kurzen Zeit den Eindruck gewonnen, dass man bei ihr auf einen feinen und positiven Menschen stösst, der ganz sicher manchen Menschen helfen kann, denen es nicht so gut geht. Ich mache nie Werbung auf meinem Blog, aber ich verrate doch, dass Claudia eine Praxis hat und Coachings anbietet sowie psychologische Beratung und Weiteres. Falls jemand ihre Geschäftsadresse möchte, dann darf er sich gerne privat bei mir melden, und Claudia, falls du diese Zeilen hier liest, soll ich deinen Flyer hier anfügen? Weil so zauberhafte Begegnungen pures Lebenselixier sind, würde ich sogar einmal versteckte Werbung hier platzieren… Ich liebe solche Begegnungen und wünsche sie Euch allen von Herzen! So, nun will ich endlich weiterlesen in eben diesem Buch.

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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1 Erica Februar 23, 2013 um 17:07 Uhr

Wunderschöne Zeilen – Danke. Weiterhin interessante Begegnungen und immerzu glückliche Momente.

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